SV+ : Info - Veranstaltung am 1.März in der ARS
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Vom: Januar 2010

Gemeinsames Vorgehen der Kollegien an den Berufsschulen notwendig

Das hessische Kultusministerium plant für den Mai eine Ausschreibung im Amtsblatt, nach der sich die Berufliche Schulen für SV+ bewerben können. Grundsätzlich sollen weder die selbständige Schule für allgemeinbildende Schulen noch die selbstverantwortliche Schule (SV+) für berufsbildende Schulen verordnet werden, sondern die Teilnahme soll (zunächst?) freiwillig sein.

Eine mit dem Thema befasste Arbeits- bzw. Konzeptgruppe im Kultusministerium besteht aus vier SchulleiterInnen, vier SchulaufsichtsbeamtenInnen und vier VertreterInnen aus dem Ministerium. Aus dem Schulamtsbereich MR/BID arbeiten in dieser Gruppe der zuständige Schulamtsdirektor Herr Drude und der Schulleiter der ARS Herr Herlein mit. Am 9. und 10. Februar 2010 sollen die Bedingungen für SV+ abgestimmt und der Ausschreibungstext erarbeitet werden.

Mit drei Regionalkonferenzen für Hessen (Nord, Mitte, Süd) sollen in einem weiteren Schritt die einzelnen Schulen einbezogen werden. Für Hessen-Mitte ist diese für den 11.03.2010 angesetzt. Dazu werden aus jeder berufsbildenden Schule zwei Mitglieder aus dem örtlichen Personalrat und zwei Schulleitungsmitglieder eingeladen, so dass insgesamt ca. 120 Personen erwartet werden.

Bedingungen bzw. Konstellationen von künftigen SV+ - Schulen liegen bisher explizit nicht vor. Allerdings wird es wohl nicht wie bei den 17 Modellschulen (1 Stelle für Verwaltung, 1 Stelle für Pädagogik) zusätzliche Ressourcen geben.

Der Vorteil von SV+ soll in der Möglichkeit der Erwirtschaftung von Mitteln im Rahmen des Gesamtbudgets liegen, d.h. Umwandlung von Stellen in Geld. Welche Gefahren dies birgt, haben bereits die Erfahrungen im Pilotprojekt im Kreis Groß-Gerau gezeigt, wo versucht wurde, über Honorarverträge Tarifverträge zu unterlaufen. Nur durch den Protest der GEW konnte verhindert werden, dass Lehrkräfte mit befristeten Verträgen bei unterwertiger Bezahlung angeheuert wurden.

Über eine mögliche Einstellung von „Nicht pädagogischen Fachkräften“ zur Unterstützung schulischer Aufgaben wird noch gestritten, diese sollen aber nicht im Rahmen von Schulverwaltung eingesetzt werden. Weiterhin soll es keine „Entmachtung der Gesamtkonferenz“ geben, diese hat nach wie vor Entscheidungsbefugnisse, aber andere notwendige Strukturinstanzen sind notwendig. Ob eine Schule sich eine Schulverfassung gibt oder auch nicht, ist nicht ausschlaggebend.

 

Was können wir tun?

Die GEW hat eine Initiative zur Information der KollegenInnen beschlossen. Damit sollen die im Frühjahr anstehenden Diskussionen in vielen Kollegien unterstützt werden und Anregungen für die Durchführung von Informatioansveranstaltungen auf der Ebene der Schulamtsbezirke unter Beteiligung der Gesamtpersonalräte gegeben werden.

Die Fachgruppe Berufliche Schulen der GEW Hessen wird am 18.02.2010 in Frankfurt vorerst die GPRLL bei den Staatlichen Schulämtern informieren und weitere Schritte diskutieren. Für unseren GPRLL werden Hille Kopp-Ruthner (KSM) und Friedhard Werner (ARS) teilnehmen.

Im Schulamtsbereich MR/BID war für den gleichen Tag bereits eine gemeinsame Schulgruppen-Sitzung der fünf beruflichen Schulen angesetzt, die jetzt auf den

01.März 2010, um 17.00 Uhr in der ARS Marburg,

verschoben wird. (Für einen kleinen Imbiss und für Getränke wird gesorgt).

Hier soll ein gemeinsamer Informationsaustausch über die weitere Vorgehensweise stattfinden, dessen Ergebnisse dann in den Kollegien diskutiert werden sollen. Auch weitere aktuelle Problemfelder in den beruflichen Schulen können auf Wunsch Bestandteil des informellen Austauschs sein.

Die örtlichen Personalräte der jeweiligen Schulen sind ausdrücklich ebenfalls herzlich eingeladen, auch wenn sie nicht Mitglied der GEW sind.

Friedhard Werner