GEW Hessen News Feed http://dev.vbox.intern de_DE GEW Hessen Sun, 15 Feb 2026 02:07:50 +0100 Sun, 15 Feb 2026 02:07:50 +0100 TYPO3 EXT:news news-412 Tue, 27 Jan 2026 09:38:45 +0100 Sofortmaßnahmen bei drohender Abschiebung https://www.gew-marburg.de/home/details/sofortmassnahmen-bei-drohender-abschiebung Tipps zur Ersten Hilfe für Betroffene, Schulen und Ausbildungsbetriebe  

 

Flyer “Sofortmassnahmen bei drohender Abschiebung”

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Aktuell
news-411 Mon, 26 Jan 2026 14:31:46 +0100 Hochschulaktionstag 2026 https://www.gew-marburg.de/home/details/hochschulaktionstag-2026 Kommt nach Marburg!

Arbeiten und studieren in einstürzenden Altbauten? Befristungen, Kettenverträge, Leistungsverdichtung und Outsourcing? Drohender Reallohnverlust für die Hochschulbeschäftigten? Wissenschaft als Beruf nur für die, die es sich leisten können? Studieren als Armutsfalle? Wir sagen: Schluss damit!

Heraus zum bundesweiten #Hochschulaktionstag am Mittwoch, 28. Januar 2026! Kommt nach Marburg:

11 Uhr: Beginn der Demo vor dem Erwin-Piscator-Haus
ab 12 Uhr: Kundgebung auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz

Gemeinsam organisiert mit dem Bündnis: Semesterbeitrag senken! Die Demo endet gegen 12 Uhr am Elisabeth-Blochmann-Platz dort findet dann noch eine Mittagspausenaktion mit den Beschäftigten an der Uni Marburg statt

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der Gesamtpersonalrat Schule beim Staatlichen Schulamt Marburg-Biedenkopf schließt sich der „Resolution zur Notwendigkeit von dienstlichen Endgeräten“ des Gesamtpersonalrats Schule Offenbach an, ergänzt jedoch, dass bei der Ausstattung auch sozialpädagogische Fachkräfte Berücksichtigung finden müssen.
 

Auch in Marburg-Biedenkopf wird von Lehrkräften und sozialpädagogischen Fachkräften erwartet, sich allen digitalen Neuerungen und Herausforderungen anzunehmen. Unsere Schulträger haben 2020 Lehrkräfte mit Laptops oder iPads ausgestattet. Diese waren allerdings für den damals notwendigen Distanzunterricht angeschafft worden. Inzwischen sind die Geräte 5 Jahre alt und werden perspektivisch nicht aktualisiert, repariert oder gar durch neue Geräte ersetzt. In dieser Zuständigkeit sehen sich die Schulträger nicht. Die Ausstattung der Bediensteten des Landes Hessen erfolge, laut Schulträgern, durch den Dienstherrn. 

Und so fragen wir Sie:
Wie kann es sein, dass Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte ganz selbstverständlich für dienstliche Belange private Endgeräte nutzen sollen?
Ist es tatsächlich die Aufgabe der Lehrkräfte und sozialpädagogischen Fachkräfte, sich Endgeräte anzuschaffen, die den aktuellen technischen Ansprüchen entsprechen und dabei zusätzlich den geforderten Datenschutz einzuhalten?


Mehrfach wurde den hessischen Lehrkräften ein digitales Endgerät zugesagt, zuletzt für das Kalenderjahr 2025 – erhalten hat es niemand.
Wir bekräftigen hiermit die Aussagen des Gesamtpersonalrats Schule Offenbach: wer möchte, dass Lehrkräfte digitale Lehrwerke, digitale Klassenbücher, digitale Kommunikation und digitale Unterrichtsmedien nutzen, dass wir unsere Schülerinnen und Schüler für die digitalen Herausforderungen der Arbeitswelt fit machen, dass wir sie im Umgang mit KI schulen, dass sie einen kritischen Umgang mit den Inhalten sozialer Netzwerke entwickeln, der muss auch das nötige digitale Endgerät zur Verfügung stellen! Dies schließt Support, Wartung und möglichen Ersatz zwingend mit ein.


In anderen Berufen ist es nicht vorstellbar und sogar untersagt, dass Beschäftigte ihren eigenen Laptop ins Büro mitbringen, um mit diesem ihre beruflichen Aufgaben zu erledigen. Warum erwartet der Arbeitgeber der hessischen Lehrkräfte und der sozialpädagogischen Fachkräfte dies?
 

Herr Minister, Lehrkräfte und sozialpädagogische Fachkräfte brauchen endlich von ihrem Dienstherrn gestellte digitale Endgeräte!
 

Wir benötigen diese für u.a.
•  Einsicht in digitale Vertretungspläne
• die Nutzung des Schulportals
• die Nutzung eines digitalen Klassenbuchs
• die Kopplung mit digitalen Tafeln und Displays
• die Noteneingabe in die LUSD
• die Unterrichtsvorbereitung
• die Nutzung von E-Books der Schulbuchverlage
• die Nutzung von interaktiven Übungen
• die Erstellung von Präsentationen
• die Erstellung der Abitur- und sonstiger Gutachten und Stellungnahmen
• die Organisation und Durchführung von Ausflügen und Fahrten
• die Abrechnung von Reisekosten
• die Nutzung der dienstlichen E-Mail-Adresse
• die Kommunikation mit Eltern, Schülerinnen und Schülern, Kolleginnen und
Kollegen, Förderschullehrkräften, mit der Schulleitung, mit Teilhabeassistenzen,
mit Ämtern, mit der Schulpsychologie und sozialpädagogischen Fachkräften
• die Teilnahme an Fortbildungen
• die Nutzung eines Authentifikators
• den Empfang / Erhalt von digitalen Mitteilungen der Schulverwaltung
• die Bewältigung von Aufgaben der IT-Verwaltung
• zusammenfassend für ein zeitgemäßes Unterrichten und Arbeiten!
(Die Aufzählung enthält keine Priorisierung.)


Die Ausstattung mit digitalen Endgeräten ist eine dringende Notwendigkeit, die einer sofortigen Umsetzung bedarf!


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag des Gesamtpersonalrats Marburg-Biedenkopf
Marylin Prange

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Aktuell
news-409 Mon, 19 Jan 2026 11:50:45 +0100 Mit der GEW zur didacta https://www.gew-marburg.de/home/details/mit-der-gew-zur-didacta Für unsere Mitglieder kostenlos! Der Kreisverband Marburg-Biedenkopf und der Bezirksverband Mittelhessen der GEW bringen dich zur didacta nach Köln!

Die didacta – die größte Bildungsmesse Europas - findet in diesem Jahr in Köln statt. Die GEW Marburg-Biedenkopf und die GEW Mittelhessen bieten ihren Mitgliedern einen kostenlosen Besuch an: am Dienstag, den 10.03.26, dem Eröffnungstag der Messe, bringen wir dich ganz bequem mit dem Bus nach Köln und wieder zurück, Busfahrt und Eintrittskarte werden von uns übernommen!

Die Abfahrt in Marburg wird voraussichtlich gegen 07:00 Uhr sein, die Rückfahrt aus Köln startet um 17:00 Uhr. Ein Zustieg in anderen Städten der Region (Gießen, Wetzlar, Alsfeld, Limburg) wird auch möglich sein.

Einen Freistellungsantrag für die Teilnahme an einer gewerkschaftlichen Veranstaltung erhaltet ihr nach eurer Anmeldung per Mail an bezirk@gew-mittelhessen.de.

Wir freuen uns auf eure zahlreiche Teilnahme!

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Aktuell
news-408 Wed, 10 Dec 2025 13:54:11 +0100 Bildung statt Abschiebung https://www.gew-marburg.de/home/details/bildung-statt-abschiebung Landesweites Bündnis gegründet Die aktuelle Migrationsdebatte in Hessen nimmt besorgniserregende Züge an. Sprachliche Verrohung findet immer häufiger ihren Ausdruck in politischen Entscheidungen: Gut integrierte Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene werden abgeschoben – obwohl sie zur Schule gehen, eine Ausbildung begonnen haben oder diese in Aussicht steht. Viele der Betroffenen kennen das Herkunftsland ihrer Eltern kaum. Gleichzeitig mehren sich Fälle, in denen geltende Bleiberechtsregelungen ignoriert oder unterlaufen werden.

Vor diesem Hintergrund gründet sich heute das landesweite Bündnis „Bildung statt Abschiebung“, getragen unter anderem vom Hessischen Flüchtlingsrat, der Diakonie Hessen, dem Landesausländerbeirat (agah), dem Paritätischen Hessen, der Landesschüler*innenvertretung Hessen (LSV) sowie der GEW Hessen. Durch interne Aufrufe haben sich mittlerweile über 150 Organisationen und Einzelpersonen dem Bündnis angeschlossen.

Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, betont: „Wenn Kinder oder Auszubildende aus ihrem Bildungskontext herausgerissen werden, ist das ein Angriff auf das Recht auf Bildung – und ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich tagtäglich für gelingende Integration einsetzen. Wir brauchen Sicherheit und Verlässlichkeit für junge Menschen, nicht politisch motivierte Abschiebungen.“

Besonders drastisch wirken sich Abschiebungen aus, wenn angehende Fachkräfte betroffen sind. Der jüngste Fall einer aus Offenbach abgeschobenen Erzieherin hat deutlich gezeigt, welche Folgen dies nicht nur für die Betroffenen, sondern auch für Schulen und Kitas hat. Während die Landesregierung vereinfachte Verfahren zur Anerkennung ausländischer Abschlüsse plant, werden gleichzeitig dringend benötigte Auszubildende und Fachkräfte abgeschoben – ein widersprüchliches Signal mit realen Konsequenzen für das Bildungssystem.

Zudem wächst der Druck auf jene jungen Menschen, die Abschiebung befürchten müssen. Viele Schüler*innen und Auszubildende leben über Monate oder Jahre in permanenter Unsicherheit. Diese Angst belastet sie massiv, beeinträchtigt Lern- und Konzentrationsfähigkeit und führt zu erheblichem psychischen Stress – oft mitten im Schul- oder Ausbildungsalltag.

Timmo Scherenberg, Geschäftsführer des Hessischen Flüchtlingsrats, unterstreicht: „Wer junge Menschen, die hier aufgewachsen sind, hier zur Schule gehen und hier ihre Zukunft sehen, abschiebt, handelt kurzsichtig und verantwortungslos. Hessen ignoriert zu oft bestehende Bleiberechtsregelungen. Das Bündnis wird sich dafür einsetzen, dass Recht und Gesetz endlich zugunsten der Betroffenen angewandt werden.“

Auch die Schüler*innen selbst erleben die Auswirkungen der Abschiebepraxis hautnah: Freund*innen verschwinden über Nacht, Klassengemeinschaften werden zerrissen, und Unsicherheit prägt den Alltag.

Sunena Akbar von der Landesschüler*innenvertretung Hessen sagt dazu: „Wenn Mitschüler*innen plötzlich nicht mehr im Unterricht erscheinen, weil sie abgeschoben wurden, zerstört das Vertrauen – in Politik, in Behörden und in ein sicheres Lernen. Bildung darf niemals vom Aufenthaltsstatus abhängen.“

Das Bündnis „Bildung statt Abschiebung“ fordert deshalb:

  1. die uneingeschränkte Umsetzung bestehender Bleiberechtsregelungen zugunsten der Betroffenen
  2. die sofortige Umsetzung der im Koalitionsvertrag angekündigten professionellen Struktur für Einzelfallberatungen für Migrant*innen in Hessen
  3. keine Abschiebung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus Kita, Schule oder Ausbildung

Das Recht auf Bildung von Kindern und Jugendlichen ist unteilbar – unabhängig vom Aufenthaltsstatus. Das Bündnis setzt sich dafür ein, dass dieses Recht in Hessen uneingeschränkt gewahrt bleibt und fordert eine humane, zukunftsorientierte und integrationsfreundliche Migrationspolitik.

Verordnung des hessischen Innenministeriums zum Aufenthaltsgesetzes und des Asylgesetzes

Vortrag „Verweigerung von Duldungen“ des Hessischen Flüchtlingsrats

Resolution des Bündnisses herunterladen

Zur Webseite des Bündnisses

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Aktuell
news-407 Wed, 10 Dec 2025 13:46:20 +0100 Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung https://www.gew-marburg.de/home/details/rechtsanspruch-auf-ganztagsbetreuung Bericht von der Podiumsdiskussion am 29.10. Wie kann der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Landkreis so umgesetzt werden, dass Kinder bestmöglich gefördert, Familien verlässlich unterstützt und Schulen nicht überfordert werden? Diese Frage lockte rund 45 Interessierte – darunter auffallend viele Schulleiterinnen und Schulleiter – ins Nachbarschaftszentrum im Waldtal. Eingeladen waren alle, die im schulischen Umfeld arbeiten, ebenso Eltern und Interessierte. Auch Thilo Hartmann, Vorsitzender der GEW Hessen, war der Einladung gefolgt. Begrüßt wurden die Gäste von Marylin Prange und Dagmar Siegel vom GEW-Kreisverband, durch den Abend führte Sigrid John-Flöter, ebenfalls Mitglied im Kreisverband.

Auf dem Podium versammelten sich Stimmen aus der Praxis, Elternschaft und Gewerkschaft: die stellvertretende Vorsitzende der GEW Hessen, Heike Ackermann, der Elternbeiratsvorsitzende Thomas Biegler, die Schulleiterin der Grundschule Niederklein, Bianca Höck, sowie die Schulleiterin der Regenbogenschule Leidenhofen, Bente Weber. Auch der Schulleiter der Grundschule Kirchhain Mario Michel sowie Sandra Spenner, Sozialpädagogin an der GI Stadtallendorf und nicht zuletzt die Fachberaterin für den Ganztag am Staatlichen Schulamt Marburg, Natalie Bergmann, nahmen auf dem Podium Platz.

Große Einigkeit über das Ziel: Chancengerechtigkeit für alle Kinder

Bereits zu Beginn wurde klar: trotz unterschiedlicher Blickwinkel einte alle Anwesenden das Wohl der Kinder und der Wunsch nach mehr Bildungsgerechtigkeit. Dies fasste der Schulleiter der Grundschule Kirchhain eindrucksvoll zusammen: „In der Grundschule findet man die größten Idealisten.“ Ein Satz, der im Saal spürbar nachhallte. Doch gleichzeitig wurde ebenso deutlich, wie fehlende Ressourcen, enge gesetzliche Vorgaben und bürokratische Hürden vielerorts die Motivation und Kreativität der Schulen einengen und ausbremsen. An konkreten Beispielen mangelte es nicht: eine Schulleiterin im Publikum stellte dar, wie ihre Visionen zum Thema Ganztag nach und nach am Formalismus scheiterten, wie z.B. eine Fußball-AG, die trotz vorhandener Honorarkraft nicht stattfinden kann, weil der Platz außerhalb des Schulgeländes liegt und die Aufsicht rechtlich nicht geklärt ist oder eine Wald-AG, die an der Genehmigung des Försters scheiterte.

In der Diskussion wurde deutlich, dass erschwerend für die Umsetzung eines guten Ganztages auch

  • unklare oder nicht ausreichende Budgets für Honorarkräfte,
  • fehlende Transparenz über zur Verfügung stehende Mittel,
  • und unklare Rollen der Betreuungskräfte (da in der Zusammenarbeit Schule Betreuung oft nicht klar genug definiert sei, was die entsprechenden Personen dürfen – und was nicht) sind.

Nach der Podiumsdiskussion hatten sowohl die Podiumsteilnehmenden als auch das Publikum Gelegenheit, Fragen zu stellen. Viele hätten diese gern an eine Vertreterin oder einen Vertreter des Fachbereichs Schule des Landkreises gerichtet, aber die Leitung des Fachbereichs hatte im Vorfeld angekündigt, aus arbeitspolitischen Gründen kein Personal zu dieser GEW-Veranstaltung zu entsenden. Die Abwesenheit des Landkreises wurde vom Publikum mehrfach kritisiert. So sprang Natalie Bergmann in die Lücke und fungierte als Bindeglied zwischen Schulamt und Landkreis und versuchte, alle aufkommenden Fragen fachkundig zu beantworten.

Das Fazit also: Große Motivation – aber der Weg ist steinig

Dagmar Siegel, Sigrid John-Flöter, Marylin Prange

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Aktuell
news-403 Mon, 17 Nov 2025 09:56:09 +0100 Keine Neugründung einer AfD-Jugend in Gießen https://www.gew-marburg.de/home/details/keine-neugruendung-einer-afd-jugend-in-giessen Gemeinsame Anreise aus Marburg am 29.11. Nach der Selbstauflösung der „Jungen Alternative“ wegen eines drohenden Verbots will die AfD am 29. November in der Hessenhalle Gießen eine neue Jugendorganisation gründen.

Es muss uns allen klar sein: Die AfD ist keine „normale Partei“. Sie ist die politische Speerspitze der extremen Rechten. In ihrer Jugendorganisation sammeln sich diejenigen, die noch radikaler und brutaler vorgehen wollen. Sie träumen von Abschiebungen in Massen, von Entrechtung, von der Zerschlagung von Gewerkschaften und sozialer Rechte.

Aus diesem Grund wird es an diesem Tag in Gießen zu einem breiten Protest von Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Gruppen, Parteien und Religionsgemeinschaften kommen:  so beginnt um 08.00 Uhr die Kundgebung des DGB Mittelhessen unmittelbar an der Hessenhalle mit Redebeiträgen, Musik und vielem mehr auf 2 Bühnen. Auf https://mittelhessen.dgb.de/ findet ihr weitere aktuelle Infos.

Auch die GEW Marburg-Biedenkopf und der DGB-Kreis Marburg-Biedenkopf rufen dazu auf, sich an den Protesten zu beteiligen! Gemeinsam fahren wir mit dem Zug: Treffpunkt ist um 07:20 Uhr vor dem Hauptbahnhof Marburg (Abfahrt 07:36 Uhr). In Gießen gehen wir dann gemeinsam zum Kundgebungsgelände. 

Um 09:36 Uhr bieten wir eine weitere gemeinsame Anreise an, Treffpunkt hierfür ist 9:20 Uhr am Hauptbahnhof Marburg.

Bereits ab 05:00 Uhr werden die „Omas gegen Rechts Gießen“ mit einer Kundgebung mit Infopoint am Bahnhof vertreten sein, und in den frühen Morgenstunden werden auch die Blockaden des bundesweiten Bündnisses „Widersetzen“ beginnen. Dieses lädt in Marburg am 11.11. (19:00 Uhr KFZ) und 27.11. (19:00 Uhr Café Trauma) zu Informationsveranstaltungen für Interessierte ein.

Im weiteren Verlauf des 29. November laden Parteien und Religionsgemeinschaften ab 14:00 Uhr zu einem Demokratiefest auf den Berliner Platz, und weitere Demonstrationen und Kundgebungen sind in Planung.

Es wird dringend davon abgeraten, mit dem 
PKW anzureisen!

Deswegen schließt euch uns an, um gemeinsam zu zeigen:

Unsere Solidarität ist stärker als ihre Hetze!

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Aktuell
news-402 Mon, 17 Nov 2025 09:54:03 +0100 Ein neoliberaler Evergreen: Die Unfinanzierbarkeit des Sozialstaates https://www.gew-marburg.de/home/details/ein-neoliberaler-evergreen-die-unfinanzierbarkeit-des-sozialstaates Kai Eicker-Wolf in GEW aktiv Nr. 33 Im Bundeshaushalt klafft in den Jahren bis 2029 ein gewaltiges Finanzloch in Höhe von 172 Milliarden Euro. Ein Grund ist die schwache Konjunktur und die damit einhergehende schlechte Steuerentwicklung. Aber auch Steuergeschenke an die Unternehmen in Höhe von 48 Milliarden Euro im Rahmen des sogenannten „Wachstumsboosters“ spielen eine Rolle. 

Die fehlenden Mittel können aufgrund der Schuldenbremse nicht durch zusätzliche Kredite aufgebracht werden. Es bleiben damit nur Ausgabenkürzungen oder höhere Steuereinnahmen, etwa durch höhere Einkommensteuerspitzensätze. In den Blick der CDU geraten sind insbesondere die Sozialausgaben. Kanzler Merz wird dabei grundsätzlich: „Der Sozialstaat, wie wir ihn heute haben, ist mit dem, was wir volkswirtschaftlich leisten, nicht mehr finanzierbar.“ 

Dabei sind in der Haushaltsplanung bereits jetzt Einsparungen im sozialen Bereich enthalten. So sind beim Bürgergeld für die Jahre 2025 und 2026 Nullrunden geplant. Für Bürgergeldbeziehende bedeutet dies reale Kürzungen ihrer Leistungen. Ausgehend von den erwarteten Inflationsraten für beide Jahre bedeutet dies Kaufkraftverluste in Höhe von zusammengenommen rund vier Prozent. 

Einig sind sich CDU und SPD zudem darin, den Druck auf Bürgergeldbezieher:innen erhöhen zu müssen. „Die, die nicht mitmachen, werden Konsequenzen spüren“, droht Sozialministerin Bärbel Bas. Sie plädiert für härtere Sanktionen, wenn Bürgergeld-Empfänger:innen ohne Grund nicht zu Terminen im Jobcenter erscheinen. Das es sich dabei um ein Problem im homöopathischen Bereich handelt, verschweigt sie: So ist die Zahl der Bürgergeld-Beziehenden, die ein Arbeitsangebot oder einen Ausbildungsplatz ablehnen, sehr gering. Aus diesen Gründen haben Jobcenter im Jahr 2024 gerade einmal knapp 23.400 Sanktionen verhängt. Bezogen auf die Zahl der dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehenden Erwerbslosen sind das gut ein Prozent.

Einschlägige Erhebungen zeigen immer wieder, dass sich die große Mehrheit der Erwerbslosen um Arbeit bemüht ist. Außerdem nehmen viele, denen Sozialleistungen zustehen, diese gar nicht in Anspruch – sei es aus Unkenntnis oder sei es aus Scham. 

Gerade dann, wenn die Konjunktur nicht läuft, stellen Arbeitgeber- und Unternehmensverbände sozialstaatliche Leistungen massiv infrage. Sie interpretieren die konjunkturbedingt ansteigenden Sozialausgaben dann als eine Überlastung des Sozialstaates. Und sie führen „strukturelle Probleme“ bei den sozialen Sicherungssystemen an. Nötig seien grundlegende „Strukturreformen“ – auch, um die Kostenbelastung der Unternehmen zu senken. Sonst würden Investitionen, Wirtschaftswachstum und Beschäftigungsaufbau gebremst. Der Sozialstaat als wichtiges wirtschaftspolitisches Instrument wird so als angebliches Hindernis für den wirtschaftlichen Aufschwung umgedeutet. 

Ziel solcher Behauptungen ist eine Kürzung von Sozialleistungen. Die Auswirkungen sind fatal, wenn sich die Arbeitgeber und Unternehmen mit ihren Ideen durchsetzen. Denn eine Kürzungspolitik in der Krise schwächt aufgrund ihrer prozyklischen Wirkung die Konjunktur. Zudem geht sie insbesondere zulasten derjenigen, die auf einen funktionierenden Sozialstaat angewiesen sind. 

Auch aus politischen Gründen sind Kürzungen von staatlichen Leistungen fatal. So ist durch verschiedene Studien mittlerweile klar belegt, dass rechte Parteien bei Wahlen davon profitieren. 

Kai Eicker-Wolf, September 2025

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Aktuell
news-401 Tue, 21 Oct 2025 10:11:18 +0200 Unsere Demokratie braucht uns jetzt! https://www.gew-marburg.de/home/details/unsere-demokratie-braucht-uns-jetzt Aktionstag für ein AfD-Verbot am 25.10. die AfD steht für Hass, Spaltung und Angriffe auf unsere Freiheit. Ihre Gewerkschaftsfeindlichkeit ist hinlänglich bekannt, und auch Lehrkräfte versucht sie beispielsweise durch Meldeportale mundtot zu machen.

Um den Druck auf die Politik zu verstärken ein Verbotsverfahren endlich ernsthaft anzugehen, organisiert die „Initiative demokratische Zukunft“ gemeinsam mit zahlreichen anderen Gruppierungen und Organisationen am Samstag, den 25.10. einen Aktionstag.

Zunächst finden im Innenstadtbereich zahlreiche Aktionen statt, danach kommt es ab 14:00 Uhr zu einem Sternmarsch zur großen Abschlusskundgebung am Erwin-Piscator-Haus.

Die GEW Marburg-Biedenkopf zeichnet für den am Friedrichsplatz startenden Teil des Sternmarsches verantwortlich. Wir rufen euch dazu auf, an diesem Tag gemeinsam mit uns auf die Straße zu gehen, um zu zeigen: unsere Solidarität ist stärker als ihre Hetze!

Treffpunkt ist um 13:45 Uhr am Friedrichsplatz. Wir bringen Fahnen mit, um auch als Gewerkschaft sichtbar zu sein.

Wir benötigen dringend noch Ordner*innen, wenn ihr euch vorstellen könnt uns damit zu unterstützen meldet euch bitte möglichst bald hier bei uns im Büro. Natürlich gerne auch, wenn ihr noch Fragen oder Anregungen habt!

Und einen weiteren Termin könnt ihr euch freihalten: am 29. & 30. November will die AfD ihre aus Angst vor einem Verbot aufgelöste Parteijugend in Gießen neu gründen. Die GEW wird sich auch dort an den vielfältigen Protesten dagegen beteiligen. Nähere Informationen lassen wir euch möglichst bald zukommen.

Wir freuen uns darauf, mit euch auf die Straße zu gehen!

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Aktuell
news-400 Tue, 30 Sep 2025 15:49:43 +0200 Ganztagsbetreuung an Grundschulen im Landkreis Marburg-Biedenkopf https://www.gew-marburg.de/home/details/umsetzung-des-rechtsanspruchs-der-ganztagsbetreuung-an-grundschulen-im-landkreis-marburg-biedenkopf Podiumsdiskussion zur Umsetzung des Rechtsanspruchs Mittwoch, 29. Oktober // 18-20 Uhr //Nachbarschaftszentrum Waldtal // Waidmannsweg 11, 35039 Marburg Ab dem Schuljahr 2026/27 tritt der bundesweite Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder in Kraft. Was bedeutet das konkret für Familien, Schulen und unseren Landkreis? Welche Chancen bietet der Ausbau – und wo liegen die Herausforderungen?

Wir laden Sie herzlich zu einer Podiumsdiskussion mit Expert:innen aus Bildung, Verwaltung, Gewerkschaft und Praxis ein. Gemeinsam wollen wir mit Ihnen diskutieren, wie eine qualitativ hochwertige, verlässliche und kindgerechte Ganztagsbetreuung vor Ort gelingen kann.

Schwerpunkte der Diskussion:

  • Wie ist der aktuelle Stand im Landkreis Marburg-Biedenkopf?
  • Welche Rahmenbedingungen braucht eine gute Ganztagsbetreuung?
  • Welche Rolle spielen Schulträger, pädagogisches Personal und Eltern?
  • Wie können Qualität und Chancengleichheit gesichert werden?

Auf dem Podium:

Heike Ackermann, stellv. Vorsitzende der GEW Hessen

Thomas Biegler, Vorsitzender des Kreiselternbeirats

Bianca Höck, Bente Weber, Marion Michel, Schulleiter:innen

Tanja Pfeifer, Fachbereichsleitung Haus der Bildung

Sandra Spenner, Sozialpädagogin

Natalie Bergmann, Fachberatung Ganztag SSA MR-BID

Moderation: Sigrid John-Flöter

Nutzen Sie die Gelegenheit zur Information, zum Austausch und zur Mitgestaltung einer zukunftsfähigen Ganztagsbetreuung im Landkreis Marburg-Biedenkopf!

Busanbindung, Fahrradplätze und Parkplätze sind vorhanden. Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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